CfP – Heinz Steinert Symposium

15.-17.10.2020 an der Universität Wien

Veranstalter*innen:

Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG)

Vorbereitungskomitee
Dr. Andreas Kranebitter, Forschungsstelle der KZ-Gedenkstätte Mauthausen
Doz. Dr.in Monika Mokre, Österreichische Akademie der Wissenschaften
Priv.-Doz. Dr. Arno Pilgram, Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie
Veronika Reidinger MA, Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung
Ao. Univ.-Prof. Dr. Christoph Reinprecht, Institut für Soziologie der Universität Wien
Dr. Karl Reitter, Lektor an den Instituten für Philosophie der Universitäten Wien und Klagenfurt

Dieses Symposium ist dem Werk und Wirken Heinz Steinerts (1942–2011) gewidmet.

Steinert, 1942 geboren, habilitierte sich 1972 am Institut für Soziologie der Universität Graz. 1973 war er Mitbegründer des Instituts- für Rechts- und Kriminalsoziologie in Wien und bis 2000 sein wis- senschaftlicher Leiter. 1975 gehörte er zu den Mit- begründern der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie, 1977 bis 1979 wirkte er als Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie. Von 1978 bis 2007 lehrte er als Professor an der Johann-Wolfgang Goethe Universität in Frankfurt im Fach Soziologie mit den Schwerpunkten „Devianz“ und „Soziale Ausschließung“. Heinz Steinert starb am 20. März 2011 in Wien.

Heinz Steinert hat ein umfassendes, breit gefächertes wissenschaftliches Werk hinterlassen.
Das Symposium will die wichtigsten Themenkreise dieses Werks reflektieren und in dreizehn Panels zur Diskussion stellen:

GEPLANTE PANELS

Kapitalismus

Panel 1
Steinerts Kapitalismusverständnis

Kriminalität und Recht

Panel 1 | Strafrecht, Gefängnis und Polizei als Herrschaftsinstrument – Abolitionismus als Herrschaftskritik Panel 2 | Kritik der Kriminologie – zum „falschen Bewusstsein“ einer Wissenschaft

Sozialer Ausschluss und Gegenstrategien

Panel 1 | Die Institutionen „Verbrechen & Strafe“ und „Schwäche & Fürsorge“ Panel 2 | Soziale Infrastruktur – Welfare Policy from below

Steinerts Auseinandersetzung mit der Kritischen Theorie

Panel 1 | Heinz Steinert zur Musiktheorie Theodor W. Adornos Panel 2 | Dialektik der Aufklärung als Forschungsprogramm Panel 3 | Von der Werk-Ästhetik zur Interaktions-Ästhetik

Kulturindustrie

Panel 1 | Fußball als kulturindustrielles Spektakel Panel 2 | Lachen „von unten“ – Auschwitz-Gelächter?

Soziologie

Panel 1 | Die Fabrikation des zuverlässigen Menschen – zur Geschichte der Gehorsamsproduktion Panel 2 | Max Webers unwiderlegbare Fehlkonstruktionen
Panel 3 | Reflexive Soziologie – Kritik der empirischen Sozialforschung

Die Leitfragen sind bei allen Panels: Welche Aussagen hat Steinert getroffen? Woran können und sollen wir anknüpfen? Welche kritischen Einwände ergeben sich?

Im Symposium werden sowohl Kenner*innen des Werks von Heinz Steinert eingebunden, als auch dazu eingeladen, an die Arbeiten von Steinert anzuknüpfen um sie für eigene Fragestellungen fruchtbar zu machen.

Jedes Panel wird durch ein Eingangsstatement eingeleitet, das die Verbindung des Themas zum Werk Steinerts herstellt.

Dieser Call for Papers dient dazu, für jedes Panel weitere Referent*innen (für einen Kurzvortrag von 15-20 Minuten) zu finden, die aus möglichst verschiedenen Perspektiven die Fragen diskutieren, die Heinz Steinerts Arbeit heute aufwirft.

Verhandlungsgegenstand der einzelnen Panels, Referent*innen der Eingangsstatements und exemplarische Fragen für die Diskussion finden Sie unter www.heinzsteinertsymposium.at

Abstracts (100-200 Wörter) für ein bestimmtes Panel schicken Sie bitte bis 30.4.2020 an office@heinzsteinertsymposium.at