Diversity in der Soziologiegeschichte

In eigenes Sache:

Als Sektion für Soziologiegeschichte planen wir in den nächsten zwei Jahren eine Reihe von Veranstaltungen, die sich mit ein- und mehrdimensionalen Diskriminierungs- und Marginalisierungsprozessen in der Geschichte der Soziologie auseinandersetzen. Wir wollen Diversity als Thema und Problemstellung in der soziologiegeschichtlichen Forschung ernstnehmen und dazu beitragen, soziale Diskriminierungen und/oder Marginalisierungen historisch aufzudecken, aber auch und besonders an der Beseitigung von gegenwärtigen sozialen Ungleichbehandlungen von Forscher:innen wie auch von Forschungsthemen im wissenschaftlichen Feld der Sozialwissenschaften mitarbeiten.

Dazu laden wir Forschende, die aus ihrer jeweiligen gegenwärtigen (sub-)disziplinären Perspektive sowie aus der Forschungshistorie ihres Fachgebietes heraus zu dieser Arbeit beitragen können und möchten, herzlich zur sektionenübergreifenden Zusammenarbeit ein. Ebenso herzlich laden wir soziologiehistorisch Forschende wie auch alle anderen Sozialwissenschaftler:innen ein, mögliche historische Verdrängungsprozesse relevanten Wissens (und relevanter Akteur:innen) in einer soziologiegeschichtlichen und intersektionalen Perspektive kritisch in den Blick zu nehmen. Unser empirisches Analyseziel ist es dabei, verloren gegangenes oder verdrängtes Wissen (wieder-)zuentdecken sowie damit verbundene Prozesse und Praktiken des Vergessens oder Verdrängens theoretisch aufzuarbeiten und die gewonnenen Erkenntnisse für die gegenwärtige Soziologie nutzbar zu machen.

Den Auftakt in dieser Forschungsreihe machen Nicole Holzhauser und Barbara Grüning mit der Organisation von „Frauen in der Soziologiegeschichte“. Anschließend ist eine Sektionstagung zu nicht-europäischem, nicht- westlichem soziologischem Wissen in der deutschsprachigen Soziologiegeschichte geplant (Organisation Takemitsu Morikawa). Darüber hinaus freuen wir uns auf eine Fortführung und Intensivierung dieser Forschungsreihe und laden zu Vorschlägen für weitere Themen und Tagungen ein.

Fotonachweis: Cultural diversity vector created by pikisuperstar – www.freepik.com

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