Veranstaltungsrückschau

2019

5. Workshop Geschichte der deutschsprachigen Soziologie: »Repräsentierende und Repräsentationen soziologischer Episoden«

am 27. und 28. September 2019 am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen

Organisation:  Uwe Doerk (Essen/Dresden), Alexander Wierzock (Essen/Berlin) am 27. und 28. September 2019 am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen.

Keynote: Cécile Rol

Die Arbeitsgemeinschaft Soziologiegeschichte der Deutschen Gesellschaft für Soziologielädt Interessierte zum fünften Workshop zur Geschichte der deutschsprachigen Soziologie ans Kulturwissenschaftliche Institut Essen ein. Ziel des Workshops ist es, soziologiegeschichtliche Forschungsarbeiten vorzustellen und zu diskutieren. In diesem Jahr soll der Schwerpunkt der Veranstaltung auf Persönlichkeiten liegen, die bestimmte fachgeschichtliche Ereignisse, Episoden und Entwicklungen repräsentieren oder auf Theorien und Methoden, denen eine solche Stellung zukam. Willkommen sind Arbeiten über Anfänge, Routinisierungen, dogmatische Verkrustungen, vermeintliche Irr- und Holzwege sowie über In- und Outsider der Geschichte des Faches. In guter Tradition des Arbeitskreises sind wir auch für Vorschläge offen, die neue disziplinäre, interdisziplinäre, wissenschaftssoziologische und wissenschaftsgeschichtliche, theoretische oder auch empirische Zugänge zur Soziologiegeschichte bieten. Beiträge aus anderen Wissenschaften werden ausdrücklich begrüßt.

Anliegen des Workshops ist ferner, den Austausch des Netzwerks für an der Soziologiegeschichte interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu ermöglichen und zu intensivieren.

Für Fragen und Anmeldungen bitten wir um eine Mail an uwe.doerk@kwi-nrw.deoder alexander.wierzock@kwi-nrw.de. Einsendungen von Beitragsvorschlägen bitte bis 19. August 2019 mit Titel und einer Kurzbeschreibung (max. 15 Zeilen). Da für jeden Vortrag etwa 30 Minuten inklusive Diskussion einplant sind, sollten die Vorträge nicht länger als 20 Minuten sein.


1989 – Soziologiegeschichte einer Wendezeit
Abschlusskonferenz / 2. Regionalkonferenz „Great Transformation: Die Zukunft moderner Gesellschaften“

23.-27. September 2019

Sehr gerne machen wir an dieser Stelle auf den Call for Papers der AG zur Abschlusskonferenz und 2. Regionalkonferenz „Great Transformation: Die Zukunft moderner Gesellschaften“ (23.-27.9.19 in Jena) mit dem Sessiontitel „1989 – Soziologiegeschichte einer Wendezeit“ aufmerksam.

1989 war nicht nur auf globalpolitischer Ebene eine Wende-, Transformations-, und Umbruchszeit, sondern wirkte sich auch auf die Sozialwissenschaften aus. Die Umbruchsprozesse nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ergriffen, wenig verwunderlich, auch die Soziologie. Niemand hatte diese gesellschaftlichen Dynamiken prognostiziert, was viele im Nachhinein als beschämend für die Disziplin empfanden. Angestoßen durch den unvorhergesehenen gesellschaftlichen Wandel machten sich in den Sozialwissenschaften schnell neue Impulse bemerkbar. In (West-)Deutschland setzte zügig die soziologische Transformationsforschung ein, es wurde u.a. ein Schwerpunktprogramm der DFG ins Leben gerufen und die Modernisierungstheorie erlebte einen (wenn auch kurzfristigen) Boom. Mitunter wurde dies als „forschende ›Aneignung‹“ (Rehberg) Ostdeutschlands empfunden, die mit der Wahrnehmung einer institutionellen Kolonialisierung der Soziologie einherging. Das soziologische Feld veränderte sich aber nicht nur institutionell, sondern auch in Bezug auf die Theorienlandschaft. Die Diskussionen um die beiden Großtheorien von Habermas und Luhmann der 1980er Jahre ebbten zugunsten einer Vielfalt von Speziellen Soziologien, der Theorie der Reflexiven Moderne oder – im Zuge des Ausbleibens der versprochenen „blühenden Landschaften“ – Prekaritäts- und Exklusionsdebatten ab.

Die AG Soziologiegeschichte lädt zu Vorträgen ein, die sich mit der Geschichte der Soziologie um 1989 befassen – in Deutschland und darüber hinaus. Das Themenpapier zur Konferenz und alle Informationen rund um die Veranstaltung finden Sie unter https://www.great-transformation.uni-jena.de.


Künste der Wissenschaft – Wissenschaft der Künste.

Spring School des Doktoratsprogramms »Soziologie und Geschichte der Sozial- und Kulturwissenschaften«, Karl-Franzens-Universität Graz, 18. März 2019. Keynote: Prof. Dr. Alice Lagaay (HAW Hamburg), Präsentationen am 19. und 20. März 2019. Call for Paper.


WOZU WISSENSCHAFTSGESCHICHTE?

INTERNATIONALES SYMPOSIUM DER ÖSTERREICHISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN

Am 29. und 30. März 2019 fand an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften das Internationale Symposium „Wozu Wissenschaftsgeschichte?“ statt.


2018

AG Veranstaltung „Soziologische Revolutionen – Revolution in der Soziologie“

Am Donnerstag, 27.09.2018 fand die erste AG-Session unter dem Titel „Soziologische Revolutionen – Revolution in der Soziologie“ statt (14.15-17.00 Uhr). Das Programm enthielt die folgenden Punkte und Vorträge:

Chairs: Nicole Holzhauser (Braunschweig) & Stephan Moebius (Graz)

Vorträge

Nicole Holzhauser (TU Braunschweig) und Stephan Moebius (Universität Graz):
Einführung in das Thema – Das Wesen der Revolution und die Soziologie der Revolution

Karl-Siegbert Rehberg (TU Dresden):
„1968“ und die externalisierte Revolution

Frank Eggert (TU Braunschweig):
Wissenschaftliche (Konter-)Revolutionen und ihre technologischen Metaphern

Stephan Moebius (Universität Graz):
Präsentation des Handbuchs „Geschichte der deutschsprachigen Soziologie“

Blogbeiträge

Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch einige auf dieser Website veröffentlichte Beiträge vorgestellt, die Sie unter den folgenden Links einsehen können:

Matthias Duller (Universität Graz):
Dissidente SozialwissenschaftlerInnen im Spätsozialismus – ein erster Erklärungsversuch.

Takemitsu Morikawa (Keio University, Tokyo):
Revolution oder Evolution in der politischen und wissenschaftlichen Kommunikation? – Rezeption der Frankfurter Schule in Japan.

Andrea Ploder (Siegen University):
Aufstieg der qualitativen Sozialforschung – soziologische Revolution?

Sabine Schäfer (Universität Bielefeld):
Gleichstellung in Wissenschaft und Hochschle – die ‚verpasste‘ Revolution?

Martius Strubenhoff (University of Cambridge):
Agonistic Liberalism after the Cultural Turn: Dahrendorf’s Critique of Neoconservatism


Ad-hoc „Zur Aktualität der Soziologie Hans Paul Bahrdts“

Am Mittwoch, 26.09.2018, 14.15-17.00) fand eine Veranstaltung zur Aktualität Hans Paul Bahrdts statt.

Chairs: Oliver Römer (Göttingen), Wolfgang Eßbach (Freiburg), Berthold Vogel (Göttingen), Jochen Dreher (Konstanz)

Vorträge

Oliver Römer (Göttingen):
Hans Paul Bahrdt und die Geschichte der Göttinger Soziologie. Einige einleitende Bemerkungen

Berthold Vogel (Göttingen):
Keine Fliegenbeine zählen!

Jochen Dreher (Konstanz), Andreas Göttlich (Konstanz):
Das Konzept der Repräsentation bei Hans Paul Bahrdt

Wolfgang Eßbach (Freiburg):
Der Kriegsheimkehrer Hans Paul Bahrdt wird Soziologe. Prägung, Erfahrung, Konsequenz

Joachim Fischer (Dresden):
Bahrdts ›Grundformen sozialer Situationen‹. Ein Hauptwerk der phänomenologisch-anthropologischen Soziologie


Gründung der AG Soziologiegeschichte

Die AG Soziologiegeschichte gründete sich am Donnerstag, 27.09.2018 um 17-19 Uhr bei der ersten AG-Sitzung im Rahmen des 39. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie „Komplexe Dynamiken globaler und lokaler Entwicklungen“ an der Universität Göttingen.